Darsalam: Verbesserung der Selbstversorgung und Einkünfte

Brunnenbau in DarsalamBau eines weiteren Brunnens in Darsalam
Projektlaufzeit: April 2008 - März 2009

Intensivierung des Gemüseanbaus

Projektlaufzeit: April 2005 - März 2006

Garten in DarsalamDas Dorf Darsalam liegt 50 km südwestlich der Kreisstadt Kita. Dort befindet sich der nächstgelegene Markt, auf dem die 800 Dorfbewohner Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen können. Die Einwohner gehören der Ethnie der Malinké an und leben von ihrer landwirtschaftlichen Produktion. Neben den Grundnahrungsmitteln Hirse, Sorghum und Mais bauen sie Erdnüsse und Baumwolle für den Export an.

Die örtliche dynamische Frauenkooperative, die 117 Frauen umfasste, hatte sich entschlossen, die oft prekäre Selbstversorgung mit vitaminreichem Gemüse durch intensivierten Gartenbau zu verbessern. Sie hatte bereits einen ein Hektar großen Gemüsegarten angelegt und eingezäunt. Aus dem Fond ihrer Gemeinschaftskasse hatte sie sechs traditionelle Brunnen graben lassen, um den Garten zu bewässern. Dennoch versiegten diese Brunnen in der Trockenzeit z. T. während der laufenden Anbauperiode.

Brunnen in DarsalamHier sollte der Wassermangel behoben werden, damit der Garten optimal und lukrativ genutzt werden kann. Ziel des Projektes war es, einen Beitrag zur Ernährungssicherung zu leisten und zugleich den Frauen Einkünfte durch den Verkauf der Überschüsse zu ermöglichen. Die LAG Mali förderte daher den Bau von drei professionell gegrabenen Brunnen. Eine örtliche Brunnenbaufirma vertiefte und stabilisierte drei der sechs traditionell gegraben Brunnen.

Anbauplan für Gemüse in DarsalamGemeinsam mit einer lokalen Fachkraft erarbeiteten die Frauen einen Anbauplan für den intensivierten Gemüseanbau. Darin legten sie neben einem zeitlichen Ablauf auch fest wann Gemeinschaftsarbeiten im Garten zu leisten sind. Die technische Beratung war Teil des Projektes. Ebenso wurde ein Startkapital an Saatgut, Arbeitsgeräten und einfache Solartrockner zur Konservierung der Überschüsse zur Verfügung gestellt.

Ergebnis des Projektes ist, dass sich 30 weitere Frauen der Kooperative angeschlossen hatten. Insofern hat das Projekt eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Damit wurde der Garten letztlich von 147 statt 117 Frauen bewirtschaftet. Die Frauen bepflanzten 140 Beete mit Kohl und Salat und 286 Beete mit Zwiebeln. Jede Frau hat durchschnittlich 40 kg Zwiebeln und 8 kg Kohl geerntet. Hinzu kommen sog. "feuilles vertes"- eine Art Spinat, der bei den Konsumenten in der Region sehr beliebt ist.

Nach Einschätzung der Frauen hat sich die Ernährungssituation ihrer Familien durch den intensivierten Anbau verbessert. Zusätzlich hat jede Frau 20.000 FCFA, umgerechnet rund 31 €, durch den Verkauf auf dem Markt verdient. Der Garten, der zuvor zu weniger als 50% ausgelastet war, wurde in dieser Saison zu 90% genutzt. Allerdings reichte die Kapazität der Brunnen angesichts der intensiven Nutzung nicht aus, um eine weitere Anbauperiode in der Trockenzeit durchzuführen.

Die ermutigenden Ergebnisse könnten in Zukunft durch das Nachgraben weiterer traditioneller Brunnen bzw. durch einen großen Schachtbrunnen noch optimiert werden.

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