Donsosso: Verbesserung der Trinkwasserversorgung und Gemüseanbau

Projektlaufzeit: April 2011 - März 2012

Der Ort Donsosso besteht aus drei Weilern und hat insgesamt 3000 Einwohner. Er liegt im Kreis Yanfolila und ist etwa 280 km südlich von der Hauptstadt Bamako entfernt. Mit einem Anteil von 85 % leben dort überwiegend sesshafte Fulbe, ebenso Bamanan als weitere ethnische Gruppe. Sie betreiben Ackerbau, Viehzucht und Gartenbau. Ein großer Teil der Bevölkerung - Männer und Frauen - sucht durch Goldwäsche die mageren Einkünfte aufzubessern und den Lebensunterhalt zusätzlich zu sichern.

Permanenter Zugang zu Trinkwasser

Traditioneller BrunnenFrauen und Kinder aus Donsosso

Aktuell muss die Bevölkerung zur Versorgung mit Trinkwasser wieder auf traditionell gegrabene Brunnen zurückgreifen. Zwar wurden im Dorf zwei mit Handpumpen betriebene Brunnen installiert. Diese erwiesen sich jedoch als sehr reparaturanfällig und fallen regelmäßig über mehrere Monate aus. Daher versorgen sich die Familien wieder mit dem verunreinigten Wasser der traditionellen Brunnen. Die Frauen berichteten, dass das Wasser eine trübe Färbung aufweist. Häufig auftretende Durchfallerkrankungen sind die Folge, die vor allem das Leben ihrer Kinder gefährden.

Neuer BrunnenDaher werden mit Hilfe der LAG Mali vorerst zwei professionelle Trinkwasserbrunnen gegraben. Dabei handelt es sich um solide Schachtbrunnen mit Deckel, die mit Betonringen verschalt sind. Das Wasser muss zwar geschöpft werden, ist dafür jedoch permanent und für mehrere Personen gleichzeitig verfügbar. Ein dörfliches Komitee ist für die Brunnen verantwortlich und überwacht die Einhaltung notwendiger Hygienenormen.

Gemüse statt Gold

Auf Anfrage der Frauen von Donsosso soll durch den Anbau von Gemüse eine gesicherte und weniger mühsame Einkommensquelle geschaffen werden. Bisher schürfen viele nach Gold, wobei der Gewinn dem Zufallsprinzip überlassen bleibt: Nur der Goldanteil jedes sechzehnten Eimers, den sie aus dem Minenschacht ziehen, steht ihnen zu. Die 15 Eimer, die sie zuvor gefördert haben gehen an den Besitzer der Goldmine, ohne dass sie dafür eine Bezahlung erhalten. Aus Mangel an alternativen Einkommensquellen lassen sich viele Frauen auf dieses Entlohnungssystem des Goldabbaus ein.

Geplant ist daher, 60 Frauen bei Anbau und Vermarktung von Gemüse zu unterstützen. Zwei große Schachtbrunnen sowie zwei mit Betonringen verstärkte traditionelle Brunnen werden zur Bewässerung des eingefriedeten Gartens gegraben. Für den Transport zum Markt stellt die LAG Mali in jedem der drei Weiler Esel und Karren zur Verfügung.

Das Terrain für die 0,5 ha große Anbaufläche wird vom Dorf gestellt. Ebenso kommen die Dorfbewohner für die Beherbergung und Verköstigung der Fachkräfte auf und beteiligen sich an Hilfsarbeiten, wie dem Transport der lokalen Materialien für den Brunnenbau bzw. bei der Einfriedung.

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