Weltkulturerbe

Große Moschee von Djenné
(Foto: © Heinz Ripka)

Timbuktu - seit dem 15. Jahrhundert kulturelles und intellektuelles Zentrum des Islam in Westafrika

Das reiche kulturelle Erbe Malis zeugt von seiner bedeutenden Geschichte: So z.B. die Moscheen, Mausoleen, Friedhöfe und alten Manuskripte in der sagenumwobenen Wüstenstadt Timbuktu, zu der Europäer lange keinen Zutritt hatten. Der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth war in den Jahren 1853/54 nach dem Franzosen Réné Caillé einer der ersten, die die Stadt besuchten und wohlbehalten zurückkehrten, um von ihr zu berichteten. Das Stadtbild ist geprägt von den beeindruckenden Lehmbauten, die charakteristisch für die Sakralarchitektur Malis sind.

Traurige Schlagzeilen machte die Stadt während der Krise in Mali, als Islamisten im Norden die Macht ergriffen und in Timbuktu einige der Mausoleen und alten Manuskripte zerstörten, da diese nicht ihrem Verständnis von islamischer Kultur entsprechen.

Djenné - Zentrum mittelalterlicher Lehmarchitektur

Große Moschee von Djenné
Die große Moschee von Djenné
(Foto: © Heinz Ripka)

Die Altstadt von Djenné beherbergt ebenfalls beeindruckende Gebäude im Sudan-Lehmbaustil und zählt zum Weltkulturerbe. Die große Moschee von Djenné ist die größte Moschee dieser Bauart der Welt.

Aufgrund des Baumaterials muss die Fassade Jahr für Jahr nach der Regenzeit neu verputzt werden. Diese Arbeit wird von den Stadtbewohnern gemeinschaftlich erledigt.

Dogonland

Die Dogon wurden durch den französischen Anthropologen Marcel Griaule bekannt, der sie zwischen den 1930er und 1960er Jahren erforschte. Heute gehört das Dogonland am Plateau von Bandiagara zu den touristischen Hauptattraktionen Malis.

Die Dogon wanderten vermutlich erst im 18. Jahrhundert in die Region ein und vertrieben die ursprünglich dort ansässigen Tellem. Während der Islam sich längst in Westafrika ausgebreitet hatte (siehe Geschichte) schotteten sie sich von diesen Entwicklungen ab und bewahrten ihre eigenen animistischen Glaubensvorstellungen.

Die Mande-Charta von Kurukan Fuga

Eine afrikanische Menschenrechtserklärung aus dem 13. Jahrhundert. Mehr lesen

Logo LAG Mali e.V.

Infos per Rundbrief

Wenn Sie unseren Rundbrief via Mail beziehen möchten, senden Sie uns bitte eine kurze Nachricht.

>> Zum aktuellen Rundbrief

Aktuelles Projektbild der LAG Mali

françaisfrançaisLANDESARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERN ENTWICKLUNGSHILFE MALI E.V.