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Dioila - Ausdehnung der Kampagne gegen die "Excision"

Projektlaufzeit: Juli 2010 - Juni 2011

Mamadou Sidibé

Mamadou Sidibé fährt mit dem Moped inzwischen 15 Dörfer ab, um die Folgen der Mädchenbeschneidung(Excision) mit den Dorfbewohnern zu diskutieren. In 2010 wurden fünf "neue" Dörfer in die bisher erfolgreiche Aufklärungskampagne einbezogen. Der Einsatz von Herrn Sidibé konzentriert sich daher auf Wolome, Fadabougou, Toula, Nematoulaye und Fasseribougou. Gleichzeitig bleibt er Ansprechpartner für die zehn "alten" Dörfer, die er weiterhin betreut. Dort ist die Excision inzwischen kein Tabuthema mehr.

Dennoch bleibt die Mädchenbeschneidung ein sensibles und schwieriges Thema, bei dem über Sexualität und Vorurteile zu sprechen ist. Sie betrifft nicht nur Frauen sondern ebenso Männer. Nur wenn auch die Männer bereit sind, unbeschnittene Frauen zu heiraten und die "Excision" ebenfalls ablehnen, wird sie langfristig aufgegeben. Für diese anspruchsvolle Aufgabe ist Mamadou Sidibé gut vorbereitet. Er hat an verschiedenen Schulungen der malischen Frauenorganisation AMSOPT teilgenommen. Vor allem aber ist er persönlich von der Sache überzeugt und engagiert.

Ein Theater in Dioila

Neben zahlreichen Hausgesprächen organisiert Herr Sidibé Versammlungen und Workshops für Frauen- und Männergruppen. Auch die dörflichen Autoritäten und Würdenträger nehmen daran teil. Anschaulich informiert er die Zuhörer mit Bildtafeln und Fotos über die gesundheitlichen Folgen, die durch die Mädchenbeschneidung verursacht werden. Teil der Kampagne sind außerdem Radiosendungen und Theateraufführungen, in denen die Beschneidung thematisiert und kritisch hinterfragt wird.

Erstmals übernimmt die LAG Mali auch einzelne medizinischen Behandlungskosten für Frauen und Mädchen, die unter den Folgeschäden der Beschneidung leiden. Für die Behandlungen steht ein Budget von € 763,- zur Verfügung. Es geht einerseits darum, die Frauen direkt von ihren Leiden, wie z.B. Inkontinenz, Infektionen der Harnwege und Geschlechtsorgane, Abszesse und Zysten, zu befreien. Doch auch indirekt wird dadurch Überzeugungsarbeit geleistet. Den Transport in das örtliche Gesundheitszentrum von Dioila und die Verpflegung vor Ort, übernehmen die Familien der Betroffenen.

Außerdem kommt die LAG Mali der Bitte der Bevölkerung nach, sie im Gartenbau zu unterstützen. Begleitend zur Kampagne gegen die Beschneidung erhalten einzelne Dörfer je nach Bedarf Arbeitsgeräte, Zäune oder Saatgut zur Unterstützung des Gartenbaus.

Mehr zur Beschneidung in Mali siehe >> Rundbrief Juli 2010

Partnerorganisation: AMSOPT

>> Mehr über Beginn und Hintergründe des Projektes↑ nach oben

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